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Autor Thema: plötzliches austicken  (Gelesen 1224 mal)

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Offline Nuselnase

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Re: plötzliches austicken
« Antwort #2 am: 03. Juli 2016 - 14:26:22 »
Hallo Stephan,

da ist bei Euch ja Einiges los.
Dein Beirag ist auch schon etwas älter, aber ich hoffe die Antwort erreicht Dich dennoch.

Erst einmal ist zu sagen, dass 1 Woche nach der OP immer noch Wundschmerz vorhanden sein kann und er dahingehend noch mal anderes Verhalten zeigt, als ohne dieses Zwicken und Zwacken im Narbenbereich. Dennoch gibt es noch andere Punkte die mich skeptisch machen:

Wenn ich es richtig verstehe, dann ist der Hund aufgrund von beruflichen Verpflichtungen häufig alleine auf dem familiären Gelände (Hof) unterwegs.
Dem Hund wird damit ganz automatisch die Aufgabe zuteil, das Grundstück zu bewachen. Es handelt sich um Territorium, indem alles Überlebenswichtige zu finden ist und das muss kontrolliert und im schlimmsten Falle verteidigt werden. Diese Aufgabe überfordert den Hund, was zu den von Dir beschriebenen Auffälligkeiten im Verhalten führen kann, wie z.B. innere Unruhe, ziehen an der Leine, Kontrolle von Passanten etc.

Relativ erfolgreich in der HuSchu ist nicht erfolgreich, denn insofern der "Gehorsam" unzuverlässig ist, kann man nicht sicher gehen inwieweit der Hund kontrollierbar ist. Dies wird durch den Freilauf und die Eigenverantwortung im Hof unterstützt, denn der Hund trifft dort schon viele eigenständige Entscheidungen und braucht den Menschen schon sehr bald nicht mehr für Kommandos, die er draußen dann ausführen soll.

Die Kastration ist immer von den Tierärzten das erste Mittel der Wahl, was den gesamten und in Deinem Fall sehr jungen Organsimus des Hundes durcheinanderwirft. Auch das kann zu einer Verschlimmbesserung im Verhalten führen, da dadurch viele Schaltwege im Gehirn nicht mehr vollends ausgeführt werden können und es zu einem Stau von gewissen Botenstoffen im Blut kommen kann, die in unerwünschtem Verhalten resultieren.

Dann schreibst Du etwas von auf den Boden pressen und festhalten...wenn ich das richtig verstanden habe.
Dieses Verhalten kann dazu führen, dass Dir Dein Hund demnächst in die Hand beißt und mit großer Wahrscheinlichkeit auch Passanten, die über die Hand Kontakt zu ihm aufnehmen wollen. Wenn Du Deinen Hund runterdrückst, erklärst Du ihm eine Tötungsabsicht, die er über kurz mit Meideverhalten, langfristig aber mit aggressivem Verhalten beantworten muss.

Alles in allem kann ich Dir nur empfehlen, eines unserer Seminare zu besuchen, oder tatsächlich einen Therapeuten kommen zu lassen, um dem Ganzen ein einheitliches Bild geben zu können und zu verstehen, wo Änderungen absolut notwendig sind, damit der Hund aus dem Dauerstress rauskommt und Ihr einen kontrollierbaren und zwar zuverlässig kontrollierbaren Hund bekommt. Denn momentan bekommst Du ja mit, dass alles nur schlimmer wird
Zitat
Folgende Kommandos verschlimmern den Zustand, auch zu erkennen an seinem Augenausdruck. Dann versuche ich ihn zu beruhigen. Versuche durch Berührungen bringen nichts


Herzliche Grüße
Nuselnase

Nuselnase vom Hundewelten-Ausbilderteam
 
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plötzliches austicken
« Antwort #1 am: 14. Juni 2016 - 07:35:52 »
Hallo,

wir haben einen Labrador-Retriever Rüden Balu, 8 Monate alt. Wir haben ihn wegen seinem sehr lebhaften Wesen auf anraten jetzt kastrieren lassen. In der Aufwachphase aus der Narkose war ich dabei. Die Operation war vor 1 Woche. Mit der Halskrause (Trompete) kommt er gut zurecht.

Zwei mal die Woche geht es relativ erfolgreich zur Hundeschule. Platz, Sitz und an der Leine gehen, auch Fuß ohne Leine funktionieren ganz ordentlich, sofern man alleine mit ihm unterwegs ist. Wir haben einen großen Hof (kein Stubenhund) wo er den Tag über frei laufen kann. Auch gehen wir mit ihm über den Tag verteilt 4x ca. eine halbe Stunde spazieren, 1x davon etwa eine Stunde abends. Der Hund wird, wenn er hört gelobt und es gibt auch ein Leckerlie. Berufswegen hat er den Tag über oft sozialen Kontakt mit der Familie auf dem Grundstück.

Wir wohnen zusammen mit den Schwiegereltern. Ihnen ist es schwer beizubringen resoluter zu sein, eindeutige Kommandos zu geben, auch nicht ständig Leckerlies zu geben. Sicher nicht unbedingt von Vorteil.

Nun zu den Problemen,

in der Hundeschule zusammen mit vielen anderen Hunden funktioniert das Hören ganz gut. Spazieren gehen auf der Straße, wenn Hunde hinter dem Zaun bellen ist er kaum zu bändigen. So verhält er sich auch wenn andere Zweibeiner ihn streicheln möchten. Er springt hoch und knabbert. Er ist zu Beginn sehr nervös und es gelingt mir schwer ihn abzulenken bzw. zu beruhigen. Angefangen bei Fliegen bis hin zu jedem sich bewegenden Dingen reagiert er meist heftig.

Das Phänomen scheint sich jetzt zu verschlimmern. Er ist ruhig und ausgeglichen und im nächsten Moment tickt er aus. Er rennt wie besessen los, oder spielt an der Leine verrückt, springt an und knabbert-beißt leicht, aber nicht stark. Folgende Kommandos verschlimmern den Zustand, auch zu erkennen an seinem Augenausdruck. Dann versuche ich ihn zu beruhigen. Versuche durch Berührungen bringen nichts. Gehe beim Anspringen aus vollem Lauf nicht aus dem Weg, dreh mich weg und ignoriere ihn. Er wird dann manchmal ruhiger. Auch klappt es mit auf dem Boden pressend seitlich liegend ohne sprechen festhalten. Es ist 5min. anstrengend, doch dann wird er ruhiger. Nach ca. 10min. dann ist die Phase vorbei und er ist wieder ausgeglichener.

Zusammen mit anderen alleine ohne Kontrolle meinerseits kann und möchte ich ihn nicht lassen, da nur ich ihn halbwegs unter Kontrolle habe und entsprechend reagieren kann.

Nun ist es gut möglich, das es sich um die hoffentlich vorübergehende Rüpelzeit handelt. Vielleicht aber auch gibt es den einen oder anderen Fehler in meiner Führung?

Mit freundlichen Grüßen

Stephan

 

 

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